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Original Neues Deutschland in unserem Zeitungsarchiv
(Größte Tageszeitung der DDR, SED Parteizeitung)

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Neues Deutschland

Neues Deutschland - oder kurz: ND - ist eine überregional erscheinende Abonnement-Zeitung mit Sitz in Berlin. Sie ist eine von wenigen Tageszeitungen, die in der DDR ins Leben gerufen wurden und sich nach der Wende erfolgreich behaupten konnten. Heute erscheint sie von montags bis samstags in einer Bundesausgabe und einer Regionalausgabe für Berlin und Brandenburg. Ihre Auflagenstärke liegt bei 31.386 Exemplaren (Stand 3. Quartal 2014).

Ihre Geschichte setzt in jenen Tagen, in denen Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg von den Siegermächten verwaltet wurde, ein.
Während in den Landesteilen, die von den Westmächten verwaltet wurden, Presseorgane entstanden wie etwa die Frankfurter Rundschau oder DIE ZEIT, ging aus der sowjetischen Zone die Zeitung Neues Deutschland hervor. Ihre Geburtsstunde geht mit der von der Verwaltung geforderten Verschmelzung von SPD und KPD zur SED einher. Diese entzog dem Parteiorgan der SPD (Das Volk) und jenem der KPD (Deutsche Volkszeitung) die Existenzgrundlage und führte dazu, dass beide ihr Erscheinen einstellten. Ab dem 23. April 1946 trat die ND als Zentralorgan der SED an ihre Stelle.
Der Name Neues Deutschland verweist auf die Absicht, nach den Schrecken der Hitler-Diktatur und des Krieges ein antifaschistisches, im parteipolitischen Sinne sozialistisches und dadurch gänzlich neues Deutschland aufzubauen.

Während die DDR existierte und die Macht der SED ungebrochen war, umfasste die Auflage des Tagesblattes rund 1 Million Exemplare. Damit wurde sie nur von der Zeitung Junge Welt, dem Zentralorgan der FDJ, überrundet, deren Auflage im Jahr 1990 bei 1,6 Millionen Ausgaben lag. Mit der Wende waren diese Zeiten für die Presseorgane der DDR jedoch abrupt beendet.

Die Macher von Neues Deutschland erarbeiteten daraufhin das Konzept, welches das Blatt erfolgreich in das wiedervereinigte Land überführte und auch heute seine Ausrichtung kennzeichnet. Das Anliegen, dem Osten in der bundesdeutschen Medienlandschaft eine Stimme verleihen zu wollen, bildet darin ein zentrales Element. Ostdeutschen Themen wird dementsprechend viel Raum zugestanden.

Die ND ist heute zwar an keine parteipolitische Ausrichtung mehr gebunden, steht jedoch der Partei Die Linke nahe. Dieses äußert sich beispielsweise in der sehr ausführlichen Berichterstattung über diese Partei und darin, dass die Politikerin Sahra Wagenknecht seit 2012 regelmäßig Artikel für die Kolumne Der Krisenstab beisteuert. Damit ist die Redaktion ihrer politischen Linie grundlegend treu geblieben und beleuchtet das Weltgeschehen weiter aus einer sozialistischen Perspektive heraus.